H2-Sensorsystem NEO965A

Batterieüberwachung

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H2-Sensorsystem zur Li-Ionen-Batterieüberwachung für Automobilanwendungen.

Von Lithium-Ionen-Zellen können große Gefahren ausgehen, wenn mechanischen Beschädigungen, Wassereindringungen, Überladungen oder Tiefentladen (siehe unten auf der Seite) dazu führen, dass brennbare Gase austreten und im ungünstigsten Fall zu einem Feuer bzw. eine Explosion führen können.

Unser NEO965A-Sensorsystem detektiert direkt in der Batterie/Hochvoltspeicher HVS sowohl die Wasserstoff-Konzentration, reduzierende und oxidierende Gase, den Gas-Druck (Druckanstieg bei Gasaustritt), Wasserentstehung und auch die Batterietemperatur ("Thermischen Durchgehens" bzw. thermal runaway).    

Wichtigste Eigenschaften: 

  • Messbereich H2: 0 bis 4 Vol.-% in Luft
  • Toleranz ± 0,3 Vol.-% H2
  • Detektion von reduzierenden und oxidierenden Gasen
  • Temperaturmessbereich: -40 bis 90 °C
  • Druckbereich: 65 bis 120 kPa, d.h. 650 - 1.200 mbar absolut
  • Luftfeuchtigkeit: 0 bis 100 % r.h. (auch kondensierend)
  • Ansprechzeit: t90 < 3 s
  • Erholzeit: t10 < 3 s
  • Signal: CAN 2.0

Technische Informationen zum Download erhalten Sie mit einem Klick auf "Datenblatt". Oder wählen Sie "Anfrage" und nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf.  

Hier erhalten Sie kostenlos zum Download ein 3D-Modell in CAD als Step-File sowie ein CAN DBC File zur Konvertierung von Roh-CAN-Bus-Daten in physikalisch lesbare Daten. 

Sehen Sie hier die verschiedenen Montagemöglichkeiten:

 Montagemöglichkeit

Werden Li-Ionen-Zellen überladen oder hohen Temperaturen ausgesetzt, dann bricht die Schichtstruktur der Metalloxide zusammen. Bei diesem Vorgang - er verläuft stark exotherm, d.h. hohe Energiemengen werden freigesetzt - wird elementarer Sauerstoff gebildet. Die hohe Wärmeenergie führt zu einer Verdampfung der organischen Elektrolytflüssigkeit, wodurch leichtbrennbare Gase entstehen. Überschreitet die Temperatur in der Zelle den Flammpunkt eines Gases, dann entzündet sich dieses organische Gas und die Li-Ionen-Zelle brennt. Da dies ein sich selbst verstärkender Prozess ist, kann er zum thermischen Durchgehen führen und die eingelagerten Li-Atome entzünden (Metallbrand).

Das Tiefentladen einer Li-Ionen-Zelle kann ebenfalls zu einem Brand führen. Wiederum zersetzt sich die Elektrolytflüssigkeit und bildet dabei leicht brennbares Gas. Aus dem Kupferblech, das auf Anodenseite als Ableitermaterial genutzt wird, gehen Kupfer-Ionen in Lösung. Wird solch eine tiefentladene Li-Ionen-Zelle geladen, kann die zugeführte Energiemenge durch das Fehlen von Elektrolytflüssigkeit nicht mehr in chemische Energie gespeichert werden. Die Lade-Energie wird in Wärme umgesetzt. Außerdem scheiden sich die gelösten Kupfer-Ionen als Kupfer-Nadeln auf dem Graphit (Anode) ab. Sie können die Separatorfolie durchstechen und einen Kurzschluss herbeiführen.

Sollte mit einer zu hohen Stromdichte geladen werden und damit die Zuleitungen schmelzen, entstehen ebenfalls reduzierende und oxidierende Gase, die detektiert werden können.